5 Pflichtbestandteile einer ERP-Software im Großformatdruck

5 Pflichtbestandteile einer ERP-Software im Großformatdruck

Um ein Druckprodukt im Großformat herzustellen und vor Ort zu installieren, sind viele Schritte notwendig. Die Arbeitsprozesse müssen kaufmännisch sauber kalkuliert und durchgängig in der Produktion eingetacktet werden. Oft sind die Aufträge individuell auf die Anforderungen des Kunden zugeschnitten. Manchmal handelt es sich auch nur um Standardaufträge, für die sich eine detaillierte Druckkalkulation nicht lohnt. Auf diese und weitere Besonderheiten im Large Format Printing muss eine ERP-Software eingehen. Fünf Funktionen sollte eine ERP-Software im Großformatdruck daher unbedingt anbieten.

Nichts verschenken: Feinkalkulation im Großformatdruck

Großformatdruck ist oft individuell. Lohnt sich der Auftrag für die LFP-Druckerei? Kann ich dem Kunden einen Preis nennen, der mich selbst absichert? Feinkalkulation bedeutet, dass ich alle Parameter eines Druckproduktes inklusive der Nebenkosten wie Maschinenkosten, Strom usw. in der Preisfindung berücksichtige. Die Voraussetzung dafür ist einmalige und gewissenhafte Integration der Kostenstellen, Preise aber auch Artikelbeschreibungen. Einmal eingegeben, können diese für alle nachfolgenden Arbeitsschritte in der weiteren Bearbeitung oder für Wiederholaufträge zur Verfügung stehen. Durch das genaue, realistische, einheitliche Kalkulieren lassen sich Margen sichern und optimieren.

Nicht alles ist individuell: Standardkalkulation in Sets

Alle Druckereien haben Standardprodukte, z.b. Beachflags oder Roll-Ups. Diese immer wieder neu zu kalkulieren ist mit hohem Zeitaufwand verbunden. Die Standardprodukte bestehen aus mehreren Teilen/Gewerken. Deshalb ist es sinnvoll, auf feste Sets zurückzugreifen, die notwendige Einzelteile des Standards schnell auflisten und zu einem Angebot generieren.

Darüber hinaus ist es mit einem einheitlichen Kalkulations-Schemata möglich, die Variantenvielfalt besser einzugrenzen. Dabei ist es unerheblich, welcher Mitarbeiter im Unternehmen kalkuliert. Für alle gilt der gleiche Standard.

Live sehen, was durchläuft: Produktionsplanung

Eine Produktionsplanung übermittelt die Aufträge nach Priorität und Gewerk ohne Umwege direkt in die Produktion. Der Status quo des Druckauftrages ist z.b. über ein Ampel-System für alle im Unternehmen live sichtbar. So können auch Mitarbeiter in der Kundenbetreuung immer den aktuellsten Status im System erfragen und Wünsche des Kunden berücksichtigen.

Automatisierung macht den Unterschied: Schnittstellen zu Drittanbietern

In Zeiten der Digitalisierung sollte eine ERP-Software für Großformatdruckereien grundsätzlich an alle externen Systeme per Schnittstelle angebunden werden können. Dabei kann es sich um Online-Shops, B2B-Bestellsysteme oder branchenspezifische Systeme, wie RIP-Software handeln. Wichtig ist, dass Daten verlässlich von einem System ins andere synchronisiert werden. Vollautomatisch versteht sich.

Kosten einsparen, Marge sichern und ausbauen: Auswertung pro Kostenstelle

Beim Großformatdruck, ebenso wie in verwandten Bereichen wie Werbetechnik, Textildruck oder Lichtwerbung, sind viele unterschiedliche Gewerke beteiligt. Für die Geschäftsführung ist es wichtig, dass es ein Controlling auf Kostenstellen-Ebene gibt, um die Performance der einzelnen Abteilungen zu analysieren und ggf. zu optimieren. 

Durchgehende Geschäftsprozesse im Großformatdruck

Eine ERP-Branchensoftware zeichnet sich durch Durchgängigkeit aus. Gerade im Druckbetrieb müssen die einzelnen Gewerke inklusive der Verwaltung zusammenarbeiten. Ein Auftrag sollte daher wie ein digitaler Handzettel durch das Unternehmen geschleust werden und Mehrfacharbeit vermeiden. So ist eine konsistente und einheitliche Informations- und Kommunikationsebene möglich.

Fazit

Im Vergleich zu einer Branchensoftware für Druckereien kann eine Standard ERP-Software ohne aufwendige Anpassungen nicht mithalten. Der Großformatdruck mit seinen zusätzlichen Arbeitsschritten, die den eigentlichen Druck „umgeben“, stellt für ERP-Software eine besonders große Herausforderung dar. Deswegen ist eine Kompromisslösung für die meisten LFPler der ungünstigere Weg.

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Wie Sie als Chef neben Ihrem Tagesgeschäft eine ERP-Software einführen (lassen)