Warum Sie Warenwirtschaft nicht mit ERP-Software gleichsetzen sollten

Warum Sie Warenwirtschaft nicht mit ERP-Software gleichsetzen sollten

Menschen brauchen Zeit, um sich an Veränderungen zu gewöhnen. Lange nachdem die Kutsche das Automobil abgelöst hatte, wurde der VW-Käfer immer noch mit Trittbrettern ausgestattet, als bräuchte man eine Stufe zum Einsteigen. Fast noch schwieriger ist es, etablierte Sprachmuster und Begrifflichkeiten zu ändern. Ein gutes Beispiel ist der Begriff Warenwirtschaft (WaWi), der von vielen Softwareanwendern bis heute synonym für die eigene Unternehmenssoftware steht.

Die Warenwirtschaft fokussiert den Warenfluss

Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem WaWi-System und einer ERP-Software? Kurz gesagt: Die Warenwirtschaft ist meistens ein Teil eines modernen ERP-Systems. Die Warenwirtschaft als Software fokussiert den gesamten Prozess des Warenflusses vom Einkauf bis zum Verkauf, beziehungsweise vom Wareneingang über die Lagerhaltung bis zum Warenausgang.

Mit ERP alle Daten nutzen

Das ERP-System ist der große Bruder der Warenwirtschaft. Im Unternehmen wird es globaler eingesetzt, weil es grundsätzlich alle Unternehmensprozesse abbilden und unterstützen kann. Denn ERP steht für Enterprise Resource Planning. Das Planen und Steuern aller in die jeweiligen Unternehmensprozesse eingebundenen Ressourcen. Dabei geht es eben längst nicht mehr nur um den physischen Warenfluss. Ein modernes ERP-System schafft Durchgängigkeit, indem es alle Daten des Unternehmens verbindet und zentral zur Verfügung stellt: Warendaten, Produktionsdaten, Kundendaten, Personaldaten, Finanzdaten usw. Die Daten können abteilungsübergreifend für die verschiedensten Aufgaben und Prozesse eingesetzt werden.

  • Produzierende Unternehmen zum Beispiel können materielle und personelle Ressourcen so aufeinander abstimmen, dass der Produktionsprozess einfach und effizient geplant und gesteuert wird.
  • Gleichzeitig greift der Vertrieb auf die Daten zu und informiert Kunden am Telefon, wann Produkte gefertigt und geliefert werden.
  • Bei Auslieferung erstellt die Buchhaltung automatisch eine Rechnung.
  • Die Geschäftsführung sieht in Echtzeit, wie sich Umsätze und Margen entwickeln. Das hilft, strategische Entscheidungen in Richtung Neuinvestitionen zu treffen.
  • Auch der Personalabteilung erleichtert ein durchdachtes ERP-System die Arbeit. Personaler sehen im System, wer Urlaub hat oder wann vertragliche Änderungen umzusetzen sind.

Flexibilität und Individualität sind wichtig

Google, Amazon, Facebook & Co. wissen es längst: Daten und vor allem Datenhoheit sind die Währungen der Zukunft. Die agile, fokussierte, durchdachte und sichere Nutzung der vorhandenen und generierten Daten beschleunigt Prozesse. Das zahlt sich intern in Dynamik und Effizienz aus, nach außen hin begeistert das Kunden, macht sie glücklich und bindet sie. Der souveräne Umgang mit der Datenbasis des eigenen Unternehmens ist ein signifikanter Wettbewerbsvorteil.

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Wie Sie als Chef neben Ihrem Tagesgeschäft eine ERP-Software einführen (lassen)