Pressebericht: Mobile Business 06.13 – Velotraum

Pressebericht: Mobile Business 06.13 – Velotraum

Das vor 21 Jahren von Stefan Stiener gegründete Unternehmen Velotraum gestaltet und produziert individuelle Fahrräder. Allein 200 Rahmenfarben, 50 Dekore und bis zu acht Größen pro Rahmenmodell machen es möglich, für jeden Kunden seine perfekte Version maßzuschneidern.

Die ersten Exemplare schraubte Geschäftsführer Stefan Stiener auf Basis einer handgeschriebenen Planskizze mit Stückliste noch in der eigenen Garage zusammen. Heute beschäftigen er und seine Geschäftspartnerin Patricia Rose fünf Mitarbeiter, die zusammen rund 800 Fahrräder pro Jahr bauen und verkaufen. Von der Garage ist sein Betrieb längst in größere Räumlichkeiten umgezogen, und aus der Zettelwirtschaft ist eine moderne IT-Business-Lösung auf Grundlage der FileMaker Pro-basierten ERP/CRM-Lösung Advanter geworden. „Ohne unser ERP-System könnten wir unsere Produktion gar nicht bewältigen“, verrät Patricia Rose. „Schließlich besteht jedes Rad aus rund 350 Teilen, die alle miteinander kombinierbar sind, Lieferzeiten von sechs Tagen bis zu sechs Monaten haben, was alles bei der Planung berücksichtigt werden muss.“

100 Millionen Datenkombinationen möglich

Die Günther Business Solutions GmbH, der Entwickler von Advanter, hat Velotraum bei der Konzeption und Entwicklung seiner individualisierten Software betreut. Das maßgeschneiderte System verwaltet seither alle Daten und Datenkombinationen der Fahrradherstellung und -vermarktung und ist zur Grundlage der Geschäftstätigkeit des im baden-württembergischen Weil der Stadt ansässigen Unternehmens geworden. „Dank der selbst-erklärenden Struktur der mobilen Lösung kann jeder unserer Mitarbeiter damit umgehen“, berichtet Stiener. Auch die rund 30 in Deutschland, der Schweiz und Österreich beheimateten Händler, die für die Gesellschaft verkaufen, geben ihre Angaben von Anfang an per Web-Konfigurator in die Lösung ein, so dass die Produktion sofort anlaufen kann. Um ein Fahrrad für die Produktion anzulegen, können wahlweise 100 Eingabefelder ausgefüllt werden. Allein in der Artikelstammdatenverwaltung sind ca. 10.000 bis 15.000 Artikel hinterlegt. Hinzu kommen 22.000 Stücklisten mit Fahrradkonfigurationsaufbauten und rund 14.000 Ausschlussmöglichkeiten. Alles in allem sind durch Eingabe somit mehrere 100 Millionen Datenkombinationen möglich. Das lässt sich mit Papier und Bleistift nicht mehr bewältigen. Stattdessen werden die Kunden von Anfang an mit- hilfe moderner IT-Technologie beraten und beim Kauf betreut. FileMaker Go und iPads ermöglichen es dem Unternehmen zudem, die Lösung im Verkauf auch mobil anzuwenden.

Konfigurator hilft bei der individuellen Gestaltung

Die Erfassung aller für den Auftrag relevanten Daten wie die Ergonomiedaten für die Sitzposition, Adressdaten, die Auswahl der richtigen Komponenten, Rahmengröße und Farbe, Auf-, Ab- und Endpreis sowie spezielle Ausführungshinweise geschieht dabei schon während des Beratungsgesprächs per iPad mit FileMaker Go. Ein speziell von Günther für die CRM/ERP-Lösung Advanter programmierter Konfigurator ermöglicht klar strukturiert sowie geführt die Dateneingabe. Eine Variantenlogik (Ausschlüsse) garantiert, dass immer die technisch richtigen Kombinationen gewählt werden. Denn nichts ist ärgerlicher, als wenn zum Beispiel Schutzblech- und Reifenbreite, Scheinwerfer und Rücklicht, oder Schaltwerk und Schalthebel nicht zusammenpassen.

Neben den Artikelstammdaten koordiniert Advanter alle Lagerbestände, so dass die Disposition eines bestellten Fahrrads sofort nach Auftragseingabe anlaufen kann, da mit der Dateneingabe bereits eine Stückliste erstellt wird und die notwendigen Teile sofort reserviert werden. „Nachfolgend zur Ersteingabe ergänzen wir den Auftrag natürlich noch im Detail und tragen etwa die Speichenlängen für die Räder nach. Darüber hinaus werden der Laufrad- und der Beschichtungsauftrag für unsere Subunternehmer so generiert“, informiert Stiener. Änderungen, Seriennummern, Rahmentoleranzen und Rahmennummern können ebenfalls schnell und einfach in die mobile Softwarelösung eingegeben werden.

Von der Zukunftsplanung zur Erinnerungshilfe

Eine nach Kalenderwochen geordnete Auftragsübersichtsliste dient Velotraum als Produktionssteuerung. „So sehen wir auf Anhieb, was wir wann bestellen müssen und welche Liefer- und Produktionstermine wir einhalten müssen“, betont Patricia Rose. Was erledigt ist, wird in der Statusliste einfach abgehakt. Auf diese Weise können die Monteure jederzeit den Stand des jeweiligen Auftrags kontrollieren und die Kunden auf Anfrage stets präzise darüber informieren, wie weit denn das jeweilige Fahrrad gediehen ist. Gleichzeitig ermöglicht das System – nach der Produktion – eine doppelte Kontrolle durch mehrere Kollegen, sodass keine Fehler mehr passieren können.
Sobald das Fahrrad produziert ist, wird die Rechnung erstellt und gebucht – ebenfalls direkt in Advanter. Statistikfunktionen, die Terminverwaltung und schließlich die CRM-Lösung, mit der Adressdaten und Kontakte gepflegt werden, runden das Velotraum-System ab. Sogar die offenen Posten, also zum Beispiel Lieferantenrechnungen, laufen über das ERP-System und werden damit ausgebucht. Nur die Eingangskontrolle der Zahlung erfolgt händisch. Und auch in der Entwicklung hat die Software einen festen Platz gefunden: Wenn die Kreativen von Velotraum neue Fahrradmodelle entwerfen, arbeiten sie mit der FileMaker-basierten iOS-Lösung und kalkulieren die Modelle mithilfe der Software vor, da die Einkaufspreise der Kleinteile ja in der Lösung schon angelegt sind.